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Ratgeber I

Wie man eine Herrin findet

Der Knigge für den Sub
"Wie man eine Herrin findet – Rat-Schläge für den passiven Mann"

Als ich dieses Buch schrieb, waren die drastischen Veränderungen der Szene noch nicht abzusehen, sondern begannen erst. 2005 besaß die Sklavenzentrale, eines der relevanten Portale, erst einen Bruchteil seines heutigen Publikums, und entsprechend hat sich die Szene von einem Geheimbund zum Mainstream gewandelt. Diesen Veränderungen versuchte ich, mit meinem zweiten Ratgeber gerecht zu werden.

Über den Ratgeber von 2005:
"Ich habe ja eine Menge Briefe bekommen, aber das meiste war Schrott..."
... das habe ich nicht nur einmal aus dem Mund dominanter Frauen gehört, wenn sie die Zuschriften kommentierten, die sie auf ihre Kontaktanzeige bekommen hatten.
Es wird so viel leichthin und ohne echtes Interesse geschrieben. Eine Flut von Fakes, unechten Devoten, die vor realen Begegnungen kneifen, eigentlich Spannern, verstopfen die Tür, durch die die echten Devoten/Masochisten eigentlich Einlaß finden sollten.
Ein Mann, der eine dominante Frau erreichen will, muß sich schon etwas einfallen lassen.

Ich habe den dominanten Damen aufmerksam zugehört, ja, manche interviewt. Ich wollte wissen, wie sie sich einen devoten Partner wünschen. Denn diese Rückmeldung erreicht ja viele Männer nicht. Sie bekommen halt keine Antwort und erfahren nicht einmal, warum nicht.
"Es hat halt nicht gepaßt."
Damit ihr, die devoten Männer, aber nicht ganz so im Dunkeln tappen müßt, was die Wünsche dominanter Damen und typische männliche Fehlleistungen betrifft, habe ich dieses Buch geschrieben.

Was mir in vielen Gesprächen über Partnerfindung aufgefallen ist: Die Männer, die eine dominante Frau suchen, geben sich alle Mühe, können aber vielfach doch nicht die traditionellen Konzepte der Geschlechterbeziehung vergessen.
Aber wenn sie eine Herrin als Dauerpartnerin finden wollen, geht es nicht ohne das Bewußtmachen einiger störender Muster, geht es nicht ohne Überdenken der gesamten Rollenverteilung. Männer sind heute enorm gefordert, sich einerseits kuschelig frauenfreundlich zu verhalten, im Bett aber doch noch den Tiger zu geben.
Beobachtungen bei jungen Männern haben mich überzeugt, daß die Gleichberechtigung der Frauen seit 30 Jahren ein gutes Stück vorangekommen ist, ja sogar auf einigen Gebieten übers Ziel hinausgeschossen ist. Im Zwiespalt zwischen Tradition und neuem Rollenverständnis sind Männer sehr verunsichert. Es wird ihnen Gegensätzliches abverlangt, das aber mit Nachdruck. Darum fühlte ich mich genötigt, hier ein wenig Hilfestellung anzubieten.

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Das Buch und auch diese Site sind überwiegend in traditioneller Rechtschreibung gehalten; leider ist das nicht immer konsequent durchgehalten. Denn nach Ablieferung des Manuskripts ging Charon bedauerlicherweise zur neuen Schreibung über. Ich hoffe, meine Leser übergehen die Ausnahmen großzügig.